Anforderungen an die Systemumgebung
- hohe Verfügbarkeit
- zentralsiertes Antivirenkonzept
- zentralisiertes Software- und Maschinenmanagement
- vertretbarer Administrationsaufwand
- vertretbarer Wartungsaufwand
- Vermeidung ansteigender Lizenzkosten
Das ursprünglich geplante und auch umgesetzte IT-Konzept wurde nach einer Laufzeit von drei Jahren in Teilbereichen überarbeitet. Der Serverbereich wurde in Funktionsbereiche gesplittet, Sicherheitsaspekte wurden strenger gefasst.
Da die Reaktionszeiten und die Qualität des Second-Level-Supports nicht mehr zufriedenstellend waren, wurden diese Arbeiten wieder in den Schulbereich verla-gert. Um den Arbeitsaufwand hierfür in Grenzen zu halten, musste der Organisationsrahmen für die Wartungsarbeiten modernisiert und gestrafft werden.
RealisierungServerbereich
Es existieren verschiedene Server für verschiedene Aufgabenbereiche:
- ein Domainserver als Autorisierungs- und Dateiserver (Betriebssystem FreeBSD)
- ein Web- und Datenbankserver (Betriebssystem FreeBSD)
- ein Server für die zentrale Imagevorhaltung und den zentralen Virenschutz (MS-Windows)
- ein Entwicklungsserver für Projekte der Informatikkurse (FreeBSD)
Die Aufgabenaufteilung auf unterschiedliche Maschinen ist einmal von der eingesetzten Software abhängig (MS Windows Server) und andererseits funktionsbedingt. Eine Produktionsmaschine kann nicht gleichzeitig eine Entwicklungsmaschine für Informatikkurse sein.
FreeBSD wurde hier gegenüber Linux aus verschiedenen Gründen favoritisiert, auf die hier nicht weiter eingegangen werden soll, die jedoch nicht unbedeutend sind. Der Vorteil gegenüber MS Windows liegt auf der Hand: Es fallen keine Lizenzkosten für die eingesetzte Serversoftware und die Clients an.
Für die zentrale Wartung der Arbeitsplatzrechner und für den zentralen Virenschutz muss dagegen eine Windows-Maschine Verwendung finden, da die Verwaltungs-software nur auf dieser Plattform lauffähig ist.
ClientbereichDie Rechnerausstattung an der Realschule lässt sich in die folgenden Bereiche aufteilen:
- ein Informatikraum mit 26 Arbeitsplätzen
- ein zweiter Informatikraum mit 24 Arbeitsplätzen
- jeweils vier Arbeitsplätze in allen Klassen
- 12 Rechnerarbeitsplätze in der Bibliothek
- Fachräume mit Rechnerausstattung
- diverse Verwaltungsrechner
- Arbeitsplatzrechner im Lehrerzimmer
Druckaufträge werden ausschließlich über Netzwerkdrucker auf Laserbasis abgewickelt. Hierdurch werden die Druckkosten pro Seite erheblich gegenüber Tintenstrahldruckern gesenkt.
Die Vernetzung erfolgt über ein geswitchtes Gigabitnetz mit Etagenverteilung. Entsprechend der geltenden IT-Richtlinien ist der Verwaltungsbereich physikalisch vom Netz des Bildungsbereiches abgekoppelt.
Sowohl der Verwaltungs- als auch der Bildungsbereich sind bezüglich der Außen-anbindung über eine Firewall geschützt.
SystemzugangDer interne Systemzugang erfolgt über Gruppen- oder Individualkonten. Anmeldung und Datenspeicherung sind für die normalen Systembenutzer nur auf dem Domainserver möglich. Hierdurch gestalten sich sowohl die Benutzerverwaltung als auch die zentrale Datensicherung sehr effektiv.
Zentraler VirenschutzFür das Antivirenkonzept wird ein Produkt der Firma Sophos eingesetzt. Die Arbeitsplatzrechner gleichen ihren Schutzzustand in sehr kurzen Zyklen mit einem lokalen Server ab, der wiederum einen externen Abgleich durchführt. Hieraus resultiert ein sehr hohes Schutzpotenzial bei gleichzeitig geringer Leitungslast der Außenanbindung.
Kontrolle externer WebinhalteWebzugriffe im Bildungsbereich sind nur über ein Filterprogramm möglich. Als Filtertechnik werden verschiedene Methoden eingesetzt (URL-Filter, Filter für IP-Nummern und Contentfilter).
Die Außenanbindung des LAN erfolgt über eine 6 MBit Leitung über einen Router. Sowohl Web- als auch Mailserver werden im Haus vorgehalten.
PräsentationstechnikenIn zentralen Unterrichtsbereichen werden vornehmlich Beamer für die Präsentation eingesetzt (Informatikraum, Biologie, Chemie und Kunst). Für die interaktive Medienpräsentation steht zudem ein “Whiteboard” zur Verfügung.



