Medienerziehung ist seit langem ein Schwerpunkt im Unterricht der Realschule Extertal. Die Arbeit mit den neuen Medien prägt wesentlich das Profil der Schule und wird im Schulprogramm verbindlich festgelegt.
Seit 1985 ist Informatik als Neigungsschwerpunkt in der Differenzierung verankert. Das Fach verzeichnet seitdem eine kontinuierlich starke Nachfrage, so dass das Angebot erweitert werden musste. Im Wahlpflichtbereich II wurden Informatik-Kurse, Computer für Mädchen und Textverarbeitung für diejenigen angeboten, die keinen Platz im Neigungskurs fanden.
In den Jahrgangsstufen 7 und 8 wurden seit 1988/89 außerdem regelmäßig Projekte im Rahmen der Grundbildung Informationstechnologien (GRIN) bzw. der Informations- und Kommunikationstechnologischen Grundbildung (IKG) durchgeführt, vor allem das Projekt Zeitung, aber auch Tabellenkalkulation, Wohnumgebung und Datenbanken.
Gleichzeitig wurden auch in anderen Fächern bereits Computerprogramme, vor allem Textverarbeitungsprogramme, im normalen Unterricht eingesetzt und in unterschiedlichen Formen genutzt, so dass der Umgang mit den neuen Medien bereits auf relativ breiter Basis geübt wurde.
Die Voraussetzungen dafür wurden mit der Lehrerfortbildung im Rahmen von GRIN und IKG geschaffen, an der eine Reihe von Kollegen und Kolleginnen teilgenommen haben.
Eine Vernetzung aller Computer-Arbeitsplätze der Schule erfolgte 1989 auf der Basis eines UNIX - Systems.
Einen entscheidenden Anstoß, die Arbeit in diesem Bereich noch zu vertiefen und auszuweiten, gab der Anschluss ans Internet mit der Initiative „Schulen ans Netz“ im Jahre 1996 und die Teilnahme am Modellversuch der Bund-Länder-Kommission „Differenzierte Medienerziehung“. Die Ausstattung wurde durch Multimedia-Rechner weiter verbessert. Die Einsatzmöglichkeiten von Internet und CD-ROMs motivierten das Kollegium in zahlreichen schulinternen Fortbildungsveranstaltungen sowohl ihre Grundkenntnisse zu verbessern als auch im Bereich des Internets neue Fertigkeiten zu erwerben, z.B. mit „Intel-Lehren für die Zukunft“.
Im Rahmen der Schulprogrammarbeit wurden erste Konzepte für eine Systematisierung der Medienerziehung ausgearbeitet. Für die neuen Medien wurde ein Grundkurs für die Jahrgangsstufe 5/6 entwickelt.
Seit 1998/99 wurden auch die Klassen- und Fachräume Schritt für Schritt mit Rechnern ausgestattet und schließlich die Vernetzung aller Rechner in Angriff genommen. Dieses wurde 2003 abgeschlossen.
Der gegenwärtige Entwicklungsstand erfordert ein verändertes pädagogisches Konzept um dieser neuen Basisqualifikation gerecht zu werden.
Der Umgang mit den neuen Medien in der Schule ist Teil des allgemeinen Erziehungsauftrags von Schule und den damit verbundenen Zielsetzungen verpflichtet.
Im Besonderen ist es unser Ziel, allen Schülern und Schülerinnen der RS Extertal eine informations- und kommunikationstechnologische Grundbildung zu vermitteln. Berufsspezifische Fertigkeiten und Kenntnisse können dabei an einer allgemeinbildenden Schule nicht berücksichtigt werden.
Die Grundbildung umfasst
- Textverarbeitung (mit dem Leitfach Deutsch)
- Grafikprogramme (mit dem Leitfach Kunst)
- Tabellenkalkulation (mit dem Leitfach Mathematik)
- Nutzung des Internets
Für die einzelnen Fächer werden im Folgenden Unterrichtsvorhaben dargestellt, die in die Lehrpläne dieser Fächer aufgenommen und damit verbindlich festgelegt wurden. Die in den Fachkonferenzen gefassten Beschlüsse sind im Kapitel 5 zusammengefasst worden.
In diesem Zusammenhang sollte erwähnt werden, dass es bisher keine allgemeingültigen Lehrpläne und Curricula gibt, die verbindliche Ziele und Inhalte vorsehen. Mit dem vorliegenden eigenständigen Konzept, das in den vergangenen Jahren umgesetzt und damit erprobt wurde, unternehmen wir also in Verantwortung für unsere Schule erste Versuche. Diese müssen natürlich immer wieder evaluiert werden.



Schulprogramm (Auszüge)