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Mechatroniker - Ausbildung
 
Wenn man zum Mechatroniker ausgebildet werden will, muss man eine 3 ½-jährige Ausbildung absolvieren.
Hat man sehr gute Noten, kann man schon nach 3 Jahren fertig sein.
 
Die Ausbildungsinhalte sind in einer Ausbildungsordnung geregelt. Unter anderem zeichnet man am Zeichenbrett und Computer Stromkreisläufe und baut diese in Modellen nach. Außerdem gibt es verschiedene Übungen in der Metallbearbeitung, die man von Hand und mit Maschinen durchführen muss. Ein weiterer Schwerpunkt ist die Fehleranalyse in komplexen Systemen.
Nähere Informationen: http://berufenet.arbeitsamt.de/bnet2/M/B3141100ausbildung_a.html
 
Jeder Azubi muss im Jahr 12-15 Wochen zur Berufsschule gehen.
 
Nach der Hälfte der Ausbildung  ist das Ablegen einer Zwischenprüfung erforderlich.
Dabei wird die Theorie und die Praxis gefordert.
Am Ende der Ausbildung gibt es dann eine Abschlussprüfung, bei der ein realer betrieblicher Auftrag bearbeitet wird.
 
Zur Zeit sind 2 Auszubildende im 3. Lehrjahr, 3 im 2. Lehrjahr und im 1. Lehrjahr gibt es 8 Auszubildende.
 
Man benötigt als schulische Voraussetzung mindestens den FOS Abschluss und sollte in allen Hauptfächern, sowie Physik und Chemie gute Leistungen erbringen.
Bewerber müssen an einem betrieblichen Eignungstest teilnehmen.
Theoretisch kann man schon mit 14 Jahren im Betrieb anfangen, wenn das Arbeits- und Sozialverhalten in Ordnung sind und man keine ‚linken' Hände hat. Unser Gesprächspartner, der Ausbilder Herr Jürgen Pries, meinte, das Arbeits- und Sozialverhalten vieler  Ausbildungsanfänger könnte besser sein, außerdem mangele es häufiger an handwerklichen Fähigkeiten. Er bedauerte, dass es in der Schule kein Werken mehr gäbe.
 
Wenn man die Ausbildung absolviert hat, kann man sich zum Meister, Techniker oder mit einem Studium weiterbilden.
 
Die Ausbildungsvergütung beträgt im
 
1.Lehrjahr = 661€
2.Lehrjahr = 694€
3.Lehrjahr = 773€
4.Lehrjahr = 807€
 
Verfasser: Matthäus, Eugen, Marco, Thomas
 
 
 
 
Mechatroniker - Beruf
 
Bei einer Betriebserkundung der Firma Lenze haben wir den Beruf des Mechatronikers kennengelernt. Herr Prieß hat uns durch den Betrieb geführt und uns die Tätigkeiten in diesem Beruf genauer erklärt.
 
"Mechatroniker/innen kombinieren metalltechnische und elektrotechnische Qualifikationen und arbeiten in der Montage und Instandhaltung von komplexen Maschinen, Anlagen und Systemen.
Zur Planung und Vorbereitung der Arbeitsabläufe machen sie sich ein genaues Bild von der erwünschten Leistungsfähigkeit des neuen Systems. Hierzu lesen sie Pläne und andere Unterlagen, zum Beispiel Betriebshinweise zur Handhabung von Maschinen oder Steuergeräten. Ist die Planung abgeschlossen, bauen sie mechatronische Systeme, zum Beispiel programmierbare Werkzeug- und Sondermaschinen, aus verschiedenen mechanischen und elektronischen Komponenten zusammen. Hierzu ist es erforderlich, dass sie zum Beispiel auch Metalle bearbeiten und Leitungen auswählen und verdrahten. Zur manuellen Bearbeitung der Werkstoffe verwenden sie Werkzeuge wie Zangen und Schraubendreher, zur maschinellen Bearbeitung zum Beispiel Bohrmaschinen. Dann montieren sie in der Werkstatt oder vor Ort beim Kunden Komponenten zu mechatronischen Systemen, zum Beispiel elektrischen, pneumatischen und hydraulischen Steuerungen, und installieren hierbei elektrische Baugruppen und Komponenten. Mit Messgeräten der Elektrotechnik messen sie hier zum Beispiel auch elektrische Größen. Dabei arbeiten sie häufig im Team. Mechatroniker/innen nehmen diese Systeme auch in Betrieb. Sie sorgen für die Stromzufuhr, installieren und testen Hard- und Softwarekomponenten oder programmieren mechatronische Systeme. Auch bei der Installation elektrischer Komponenten beachten sie die Sicherheitsvorschriften. Im Anschluss prüfen sie die Funktionen an den mechatronischen Systemen und stellen sie ein. Sie kontrollieren und beurteilen die Arbeitsergebnisse und wenden hierzu Qualitätsmanagementsysteme an. Wenn alles in Ordnung ist, übergeben sie die Systeme und weisen ihre Kunden vor Ort in deren Bedienung ein. Zur Tätigkeit von Mechatroniker/innen gehört ebenfalls die Wartung mechatronischer Systeme. Auch hierbei führen sie Qualitätskontrollen durch. Reparaturen und Wartungsarbeiten erledigen sie selbst. Bei Reparatur wie Montage arbeiten sie weitgehend selbstständig nach englischsprachigen Unterlagen. Sie stimmen ihre Arbeit mit vorgelagerten Bereichen, zum Beispiel den Herstellern von Komponenten, und nachgelagerten Bereichen, zum Beispiel dem eigentlichen Produktionsbetrieb ab."
http://www.machs-richtig.de/machsrichtig2004/framework/index-framework1024.html
 
Der Mechatroniker ist am Arbeitsplatz keinen besonderen Belastungen ausgesetzt. Nur in begrenztem Maße gibt es Beeinträchtigungen durch Lärm und Geruch. Da keine sehr schweren körperlichen Arbeiten anfallen, können auch Frauen diesen Beruf ohne Einschränkungen ausüben.
 
Wenn man die Sicherheitsvorschriften und sonstigen Anordnungen beachtet, gibt es auch keine Gefährdung am Arbeitsplatz. Außerdem erhält man bei bestimmten Tätigkeiten spezielle Schutzkleidung, z.B. beim Schweißen.
 
Es gibt keine typischen Berufskrankheiten in diesem Beruf. Das Berufsbild ist allerdings auch noch relativ neu. In der Vergangenheit waren die körperlichen Belastungen in ähnlichen Berufen bedeutend größer. Als es noch nicht so viele Maschinen gab, mussten mehr Arbeiten von Hand erledigt werden. Dementsprechend kam es häufiger zu Rückenschmerzen. Heute ist das nicht mehr so.
 
Besondere körperliche Voraussetzungen benötigt man deshalb nicht im Beruf des Mechatronikers, allgemeine Fitness ist aber trotzdem sehr erwünscht.
Teamarbeit ist heute in den Betrieben sehr gefragt. ‚Einzelkämpfer' sind nicht erwünscht.
Der Mechatroniker hat verschiedene Arbeitszeiten. Von der Gleitzeit bis zur Schichtarbeit ist alles entsprechend den arbeitsorganisatorischen Voraussetzungen möglich.
Der Arbeitslohn für einen Ledigen nach Beendung der Ausbildung beträgt etwa 1825 €.
Die Ausbildung dauert 3 ½ Jahre. Bei guten bis sehr guten Noten kann die Zeit um ein halbes Jahr verkürzt werden.
Im Betrieb gibt es ständig technische Neuerungen. Um auf dem neusten technischen Stand zu bleiben, besuchen die Facharbeiter interne und externe Fortbildungsseminare und müssen sich auch selbstständig weiterbilden.
 
Bericht: Cora, Linda & Marleen
 

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